QuickMenu Save Document
Writing-Time Logo





Zum Autor Zur Gedichtübersicht

Rainer Maria Rilke - Der Knabe

Text: Ich möchte einer werden so wie die,
die durch die Nacht mit wilden Pferden fahren,
mit Fackeln, die gleich aufgegangenen Haaren
in ihres Jagens großem Winde wehn.
Vorn möcht ich stehen wie in einem Kahne,
groß und wie eine Fahne aufgerollt.
Dunkel, aber mit einem Helm von Gold,
der unruhig glänzt. Und hinter mir gereiht
zehn Männer aus derselben Dunkelheit
mit Helmen, die wie meiner unstet sind,
bald klar wie Glas, bald dunkel, alt und blind.
Und einer steht bei mir und bläst uns Raum
mit der Trompete, welche blitzt und schreit,
und bläst uns eine schwarze Einsamkeit,
durch die wir rasen wie ein rascher Traum:
die Häuser fallen hinter uns ins Knie,
die Gassen biegen sich uns schief entgegen,
die Plätze weichen aus: wir fassen sie,
und unsre Rosse rauschen wie ein Regen.
Epoche: Symbolismus
Gattung:
Versmaß:
Reimschema: a-b-b-x-x-c-c-d-d-e-e-f-d-d-f-a-g-a-g (x=Waise)
Gedichtanalyse:
Interpretation:
Amazon: Der Knabe von Rainer Maria Rilke
Gedichtsinterpretation kaufen: Rainer Maria Rilke - Der Knabe
Noch Fragen??? Unser Team hilft Ihnen in unserem Forum gerne weiter.