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| Text: |
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält. Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt. Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, der sich im allerkleinsten Kreise dreht, ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, in der betäubt ein großer Wille steht. Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein, geht durch der Glieder angespannte Stille - und hört im Herzen auf zu sein. |
| Epoche: | Symbolismus |
| Gattung: | Dinggedicht |
| Versmaß: | Fünfhebiger Jambus |
| Reimschema: | Kreuzreim a-b-a-b; c-d-c-d; e-f-e-f; |
| Gedichtanalyse: | Rainer Maria Rilkes Gedicht "Der Panther" beginnt bereits mit dem Titel, da darin der Gegenstand, der im weiteren Verlauf näher betrachtet wird, benannt ist. Dieser wird im Text des Gedichtes nicht genannt. In dem Gedicht tritt kein lyrisches Ich auf. Dadurch wirkt das Gedicht objektiv. Mit Vergleichen (als ob; wie) umschreibt Rainer Maria Rilke die Situation. |
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| Interpretation: | Auch wenn das vorliegende Gedicht äußerlich nur sporadisch an ein Sonett erinnert, hat es sonettähnliche Züge, die sich vor allem im Umschlag der dritten Strophe zeigt ("Nur manchmal [...]") und im letzten Vers seine Zuspitzung erfährt ("und hört im Herzen auf zu sein"). Dass der Anblick der äußeren Welt nicht bis ins Herz vordringen kann, ist für Rilke nichts Negativesd, da er damit ausdrücken möchte, dass Tiere im Gegensatz zum Menschen keinen Objektbezug erlangen. Damit verweist dieses Gedicht auf rainer Maria Rilkes Spätwerk. |
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