![]() |
| Zum Autor | Zur Romanübersicht |
| Daten | |
| Titel: | Война и мир (dt. Krieg und Frieden) |
| Epoche: | Realismus |
| Gattung: | Historischer Roman |
| Stoffe: | |
| Motive: | Tod als Offenbarung |
| Symbole: | |
| Themen: | Irrationalität menschlicher Motive, Suche nach dem Sinn des Lebens |
| Inhaltsangabe: | In Krieg und Frieden gibt es zahlreiche Handlungsstränge und rund 250 Personen, auf die näher eingegangen wird. Der Roman spielt zwischen 1805, dem Beginn des dritten Koalitionskrieges gegen Frankreich und 1812, dem Jahr, in dem Napoleons Russlandfeldzug scheiterte. In diesem Umfeld gibt es zwei Hauptpersonen, den Fürsten Andrej Nikolajewitsch Bolkónski und Pierre, den späteren Grafen Peter Besúchow, die im Laufe des Romans nach dem Sinn des Lebens und nach ihrer Bestimmung suchen.
Der Roman beginnt im Adels- und Diplomatenmilieu von St. Petersburg. Pierre kommt als Anhänger Napoleons aus Paris dorthin zurück; sein wohlhabender Vater hatte ihn in Frankreich erziehen lassen. Jetzt liegt er im Sterben und wünscht sich, Pierre - seinen unehelichen Sohn - noch einmal zu sehen. Pierre tritt in der Petersburger Gesellschaft zunächst sehr naiv auf, weshalb er bald nur noch belächelt wird. Er verkehrt mit adeligen Lebemännern, wird wegen eines Streiches nach Moskau verwiesen und kann sich dort in der Gesellschaft etablieren. Hier trifft er auch wieder mit Andrej zusammen, der sich von seiner schwangeren Frau Lisa genervt fühlt und sich durch den adeligen Klatsch und Tratsch in seiner Freiheit eingeengt sieht, weshalb er in den Krieg gegen Frankreich ziehen will. Für die Zeit des Krieges schickt er seine Frau zu seinem pedantischen Vater aufs Land, der wegen seiner eisernen Disziplin und seines Agnostizismus auch „preußischer König“ genannt wird. Bei ihm lebt auch Andrejs unverheiratete, sehr religiöse und gutmütige Schwester Marja.
Währenddessen stirbt Pierres Vater, der den Zaren gebeten hat, seinen Reichtum Pierre vererben zu dürfen, sodass dieser, ohne sich all zu sehr in die Intrigen seiner geldgierigen Verwandtschaft einmischen zu müssen, ein beträchtliches Vermögen erhält. Auf dieser Grundlage kann er seine Berufswahl weiter aufschieben. Allerdings wird er nun noch mehr als zuvor von zweifelhaften "Freunden" ausgenutzt, allen voran dem Fürsten Kuragin, dem Vater seines Trinkfreundes Anatol. Kuragin lanciert Pierre schließlich in eine Ehe mit seiner schönen, aber wenig liebevollen Tochter Hélène Kuragina.
In der Dreikaiserschlacht bei Austerlitz tritt der Oberbefehlshaber der Armee, Fürst Kutusow, der bei Tolstoi idealisierte Züge trägt, das erste Mal auf. Seine Generäle führen stundenlange Debatten über mögliche Änderungen am Schlachtplan, bis er kurz nach Mitternacht aufsteht und meint, am wichtigsten für eine erfolgreiche Schlacht seien das Schicksal und guter Schlaf, weshalb er sich jetzt zu Bett begeben werde. Am Morgen der Schlacht will Kutusow sich Zeit lassen, die Armeen versammeln und gelassen abwarten, was passiert. Der ehrgeizige Zar befiehlt jedoch gegen den Rat Kutusows den Angriff, und die russischen Truppen werden aufgerieben. Fürst Andrej wird schwer verletzt und bereitet sich am Boden liegend und beim Anblick des ihm unendlich und wunderschön erscheinenden Himmels auf den Tod vor, wird jedoch nur ohnmächtig und von Napoleon persönlich begnadigt.
Pierre nimmt seinen Jugendfreund Dolochow bei sich auf, der bald darauf ein Verhältnis mit Hélène eingeht. Angetrunken fordert Pierre Dolochow zu einem Duell heraus, obwohl er noch nie mit einer Pistole geschossen hat, und bekommt den Ablauf erst unmittelbar vor dem Duell mitgeteilt. Er schießt Dolochow an, tötet ihn jedoch nicht. Im Glauben zu sterben bekennt Dolochow, dass er bei seiner Mutter und seiner Schwester den Ruf des lieben, ruhigen Sohnes hat, und verliert damit seine Fassade als draufgängerischer Säufer. Hélène wirft Pierre vor, er habe Dolochow nur erschießen wollen, weil er merkte, dass jener ein viel besserer Liebhaber sei. Pierre verlangt daraufhin die Annullierung der Ehe, wozu seine Frau aber nur unter hohen Geldzahlungen bereit wäre. Er trennt sich von ihr und verlässt selbst die Stadt. Pierre wird jetzt Freimaurer und engagiert sich eine Weile im Logenwesen, kann aber auch dort keine befriedigende Antwort auf seine Lebensfragen finden.- |
| Analyse: | |
|
|
|
| Lese-Faktor | |
| Handlung: | |
| Figuren: | |
| Dialoge: | |
| Spannung: | |
| Gesamt: | |
| Fazit: | |
| Zum Buch | |
| Noch Fragen??? | Unser Team hilft Ihnen in unserem Forum gerne weiter. |