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Ein Autor sollte sein Handwerk täglich üben. Auch wenn Sie sich täglich nur eine halbe Stunde Zeit nehmen, wird dies Ihrem schriftstellerischen Können gut tun. Denn als Autor muss man schreiben. Nicht schreiben bedeutet in Ihrem Metier nicht Stillstand sondern Rückschritt. Dies sollte Ihnen immer bewusst sein. Es ist wichtig, dass Sie täglich Schreibübungen machen. Insbesondere wenn Sie sich an einem kreativen Nullpunkt befinden und nicht an Ihrem Roman weiter arbeiten. Auch wenn viele Autoren meinen, Sie bräuchten so etwas nicht, sind Übungen wichtig. Jeder Künstler muss seine Fertigkeiten trainieren. Selbst Mozart ist nicht mit der Geige in der Hand auf die Welt gekommen. Auch wenn manche Leute das annehmen. Auch Autoren sind nicht von Geburt an begnadet. Sicherlich haben Sie, genau wie viele andere Autoren, ein gewisses Talent und viel Kreativität. Aber solange Sie dieses Potential nicht ausnutzen, sind die regelmäßig übenden Schriftsteller besser als Sie.
Das muss nicht so bleiben! Sie können sich neben den genannten Übungen
auch zusätzliche überlegen. Hilfreich wäre es zudem, wenn
Sie sich einen
Duden besorgen. Diesen sollten Sie bestenfalls schon
besitzen! Na, besser frage ich nicht nach, ob er schon einen Platz in Ihrem
Bücherregal gefunden hat. Das Ergebnis dürfte wahrscheinlich
erschreckend sein. Fangen wir mit den Schreibübungen an!
Unsere Übungen zum Schreibstil:
1. Écriture automatique
Écriture automatique (dt.: das automatische Schreiben) ist eine Technik
des Schreibens, die aus dem Surrealismus stammt, in der man innere
Gefühlsregungen und Bilder nicht überdenkt, sondern unreflektiert
aufgeschrieben werden. Dabei müssen keine zusammenhängenden Sätze
geschrieben werden. Es entstehen einzelne Worte und Satzgebilde, die nicht
sinnhaft erscheinen. Aber diese Technik hat durchaus Sinn. Denn sie ist gut,
um Schreibblockaden zu überwinden und die entstandenen Texte können
teil oder Anlass eines größeren Werkes werden.
2. Fortsetzungstechnik
Für diese Übung nehmen Sie sich vorzugsweise Romane zur Hand, deren
Inhalt Sie nicht kennen. Sie lesen den ersten Satz und schreiben im gleichen
Stil den Text des Werkes weiter. Dabei geht es auch gar nicht darum,
möglichst nah an der Handlung des Originalwerks zu sein, sondern einfach
nur darum, den Stil beizubehalten.
Da ich mir nicht sicher bin, ob Ihr Bücherregal so reichhaltig gefüllt
ist wie meines, will ich Ihnen auch ein paar Anfangssätze aus eigener
Feder anbieten:
1. "In der Dunkelheit der Nacht huschte eine zwergenhafte Gestalt über den Asphalt."
2. "Ich bin blind."
3. "Am südlichen Ende des Dorfes liegt ein kleines Anwesen mit einem
verwilderten Garten, der einst die edelsten Rosen und bezaubernde Sträucher
beheimatet haben muss."
Bevor Sie anfangen zu schreiben, sollten Sie die Anfänge genauer
hinsichtlich des vorliegenden Erzählers untersuchen.
Wenn Sie die Ergebnisse aus unserem Workshop zur Korrektur vorlegen
möchten, dann schicken Sie eine Email an unsere
Korrektorin. Diese wird Ihnen
ein kostengünstiges Angebot machen.