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Verlagssuche - So finden Sie einen Verlag!

Aus gegebenem Anlass möchte ich ein paar Worte zur Verlagssuche sagen. Immer wieder erreichen mich enttäuschte E-mails über eine erfolglose Verlagssuche. Dabei müssen Sie als Erstautor verstehen, dass Sie für einen Verlag zuerst einen Risikofaktor darstellen. Sie haben bisher keine literarische Veröffentlichung in der Tasche und sind, davon gehe ich einfach aus, keine Berühmtheit.

Verlage sind eher an sicheren Projekten interessiert. Das sind Projekte wie die Übersetzung eines Michael Crichton-Romans. Dieser hat sich meist schon im englischsprachigen Raum gut verkauft und bietet dem Verlag gewisse Erfolgsgarantien auch beim deutschsprachigen Publikum.

Neben den Übersetzungen fremdsprachiger Autoren gibt es natürlich auch genug deutschsprachige Erfolgsautoren. Und wenn eine Viva-Moderatorin ein Buch veröffentlichen will, ist das einem Verlag meist tausendmal lieber als einen unbekannten Autoren zu veröffentlichen.

Aber das sollte Sie nicht entmutigen. Vor allem nicht, wenn Verlage gar nicht oder erst nach Monaten antworten. Die Lektoren sind dabei diejenigen, die sich tagtäglich mit Hunderten neuer Einsendungen rumschlagen müssen, ohne den Manuskriptberg vom Vortag abgearbeitet zu haben. Wenn man neben dem Manuskriptlesen und Beurteilen auch noch mehrere Autoren betreuen muss und bereits angenommene Manuskripte prüfen muss, bleibt für neue kaum Zeit. Deswegen lohnt es sich, sich bei einem Verlag per Email zu erkundigen, ob die Manuskripteinreichung erwünscht ist. Vielleicht mit einem ganz kurzen Abriss ihres Buches in nur max. 10 Zeilen. Wenn der Lektor Ihnen grünes Licht gibt, können Sie in Ihrem Anschreiben entsprechend erwähnen, dass Sie wie per Email vereinbart das Expose schicken.

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Damit vermeiden Sie schon einmal, dass der Lektor ihr Manuskript direkt in den Müll befördert, ohne es zu lesen.

Kommen wir zu einem viel wichtigeren Punkt. Imprintverlage, besser bekannt als Druckkostenzuschussverlage: Von einer Veröffentlichung Ihres Buches bei solch einem Verlag kann ich Ihnen nur abraten. Sie müssen mehrere tausend Euro, meist bis zu 10.000, bezahlen und bekommen dann Ihr Buch in einer geringen Auflage gedruckt. Eine zweite Auflage erscheint generell nicht, zumindest habe ich noch von keinem gegenteiligen Fall gehört. D.h. Ihr Buch ist nach einer Zeit von ein paar Monaten nicht mehr verfügbar und verschwindet vom Erdboden. Da diese Verlage keine oder kaum Werbung machen, müssen Sie ihr Buch auch noch selbst vermarkten.

Da diese Verlage kein Schild mit sich rumtragen "Hallo, ich bin ein Imprintverlag", möchte ich Sie auf ein ganz einfaches Erkennungsmerkmal hinweisen:

Diese Verlage suchen auf Ihren Homepageauftritten verzweifelt nach Autoren! Ja, wie? Bei so vielen Manuskripten, die andere Verlage tagtäglich bekommen?

Bekannte Imprintverlage sind:

August von Goethe Literaturverlag

Cornelia Goethe Literaturverlag

Fouqué Verlag

Weimarer Schillerpresse

Schweizer Bücherschiff

Insbesondere im Zeitalter von BoD u.a. Anbietern, kann ich den ganz Ungeduldigen nur empfehlen, dort Ihr Buch zu verlegen. Es ist weitaus kostengünstiger und Sie können sicher gehen, dass Ihr Buch auch in 5 Jahren noch auf dem Markt erhältlich ist.

Außerdem können Sie Print-on-Demand-Verlage als Sprungbrett zu einem richtigen Verlag nutzen. Wenn Ihr Buch sich bei BoD sehr gut verkauft, wird vielleicht ein namhafter Verlag auf Ihr Werk aufmerksam.